Lern von Rosacea - Hautpflege-Podcast von Xeno

Mini-Serie Phytowirkstoffe: Algen, das "Meeresgemüse" für die Haut

Xeno Naturkosmetik Episode 33

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In dieser Folge geht es um zwei Algen, die für empfindliche und zu Rötungen neigende Haut wirklich einen Unterschied machen können: die Purpurrotalge und die Braunalge Laminaria. Lara erklärt, was die beiden können und wo sie bei Xeno eingesetzt werden.

  • Purpurrotalge: mildert Rötungen, stärkt das Gefäßsystem, wirkt antioxidativ und feuchtigkeitsspendend, besonders relevant bei Rosacea und Couperose
  • Laminaria (Braunalge): Multitalent mit straffenem Effekt, reich an Mineralien, spendet Feuchtigkeit, ohne die Haut zu überfeuchten
  • Algen können ähnlich wie Hyaluronsäure auf sanfte Art sehr viel Wasser binden und halten
  • Pickel entstehen nicht nur auf fettiger Haut, denn auch Feuchtigkeitsmangel kann Pickelchen begünstigen

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Diese Podcast-Folge ersetzt keine medizinische Beratung. Rosacea und Hautzustände verlaufen individuell. Bei anhaltenden Beschwerden bitte ärztlich abklären.

Lara: Meeresgemüse — also das, was richtig lecker auf dem Teller liegt — ist auch in der Hautpflege wirklich wichtig, gerade für empfindliche Haut. Also: Es geht um Algen.

Lukas: Herzlich willkommen bei „Lern von Rosacea", dem Podcast von Xeno für empfindliche Haut. Die Standard-Hautpflegeansätze helfen dir nicht weiter oder verschlimmern alles? Rosacea ist vermutlich die empfindlichste Haut der Welt. Und was Rosacea-Haut abkann, verträgt wahrscheinlich auch deine Haut. Das kannst du dir bei fast jedem Hautproblem zunutze machen, damit du endlich die Haut bekommst, die du dir schon lange wünschst.

Im Podcast lernst du von Xeno-Gründerin Lara Schimweg. Sie hat selbst Rosacea, neigt zu Follikelentzündungen und Ekzemen. Über die Jahre hat sie nicht nur ihre eigenen Produkte entwickelt, um ihre Hautprobleme anzugehen — sie nutzt erfolgreich ihre eigens entwickelte Redless-Method, die ihre Haut vor Schüben und Ausbrüchen weitgehend bewahrt.

Und jetzt viel Spaß mit der Folge.

Lara: Hi, zurück — dann lass uns direkt einsteigen, Lukas.

Lukas: Hi. Heute reden wir über Algen.

Lara: Genau. Die werden ja auch in der Hautpflege verwendet. Es gibt unwahrscheinlich viele Algen. Die meisten kennen Algen vielleicht am ehesten vom Teller — von Sushi, vielleicht noch Wakame-Salat oder Meerespaghetti. Aber es gibt zwei Algen, die in der Hautpflege, gerade für empfindliche Haut und vor allem bei Rötungen, wirklich gut und essentiell beruhigend sind.

Eine davon hast du beim letzten Mal schon angekündigt.

Lukas: Tatsächlich — die Purpurrotalge. Total unterschätzt.

Lara: Absolut. Und die Braunalge, die Laminaria.

Lukas: Genau. Dann lass uns doch mit der Purpurrotalge anfangen. Was ist daran das Besondere?

Lara: Die Sache ist die: Viele unterschätzen, dass die Purpurrotalge einfach unwahrscheinlich viele positive Eigenschaften für die Haut mitbringt. Sie mildert Rötungen, stärkt das Gefäßsystem, wirkt antioxidativ und sorgt dafür, dass sehr viel Feuchtigkeit gespendet wird. Generell können alle Algen sehr gut Feuchtigkeit spenden — aber diese hat nochmal einen speziell beruhigenden Effekt auf instabile Gefäße und empfindliche Haut. Darum ist sie super für Haut, die zu Rötungen neigt. Ich liebe sie auch in meiner Rosacea-Pflege.

Lukas: Cool. Wo hast du die drin — in welchen Produkten?

Lara: Ich habe sie im Minimalism [Anm. d. Red.: Das Produkt wird aktuell umbenannt; der finale Name steht noch nicht fest] — und zwar in einer ganz tollen Kombination. Ich muss jetzt kurz mein Produktentwicklerherz sprechen lassen. In den letzten beiden Folgen hatte ich über Mäusedorn und Ectoin gesprochen. Die Folgen solltet ihr euch unbedingt nochmal anhören, weil Extremolyte in Kombination mit Pflanzenextrakten wirklich toll sind. Aber auch da gilt: Es kommt immer auf die Rosskastanie an —

Lukas: Stimmt, richtig.

Lara: — ja, die hatte ich gerade unterschlagen, aber die ist auch wichtig. Also: Diese Kombination aus unterschiedlichen Pflanzenextrakten, die das Gefäßsystem stabilisieren — bei Rosacea und Couperose ist das Gefäßsystem ein bisschen instabil, es kann sich nicht so gut wieder zusammenziehen, deswegen bleiben die Rötungen oder es kommt zu erweiterten Äderchen. Genau diese Kombination ist das Ausschlaggebende. Und da ist auch die Purpurrotalge drin — übrigens mit einem unwahrscheinlich schwer auszusprechenden INCI-Namen [INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients, also die standardisierte Bezeichnung von Kosmetik-Inhaltsstoffen]: Porphyridium cruentum culture conditioned media. Eine ganz hübsche Pflanze, wie ich finde.

Lukas: Cool. Und in welcher Kombination genau?

Lara: Zusammen mit dem Azelainsäure-Derivat [Anm. d. Red.: gemeint ist ein Wirkstoff, der strukturell der Azelainsäure ähnelt, aber sanfter formuliert ist] — eine ganz sanfte Alternative zur Azelainsäure. So würde ich mir auch das perfekte Produkt vorstellen, das meine Rötungen wirklich in Schach hält.

Lukas: Vielleicht nur als Hinweis, weil du jetzt Minimalism gesagt hast: Wir sind gerade dabei, das Produkt umzubenennen. Den finalen Namen kennen wir noch nicht, aber es wird auch als Silainserum bezeichnet — damit ihr es auf der Website findet. Ihr findet dort auch Artikel zu den einzelnen Inhaltsstoffen, zum Beispiel zur Purpurrotalge, mit den jeweils verlinkten Produkten, in denen sie enthalten ist.

[00:04:52]

Lara: Kurz noch, weil ich immer „Pflanzen" sage: Das sind meine geliebten Phytowirkstoffe — Natur und Wissenschaft in einer Sinfonie von Formulierung, sozusagen vereint.

Algen sind biologisch gesehen nicht unbedingt Pflanzen wie zum Beispiel die Rosskastanie oder andere Pflanzenextrakte. Phytoplankton ist einzellig, Makroalgen sind mehrzellig — und so weiter. Man kann „Alge" als übergeordneten Begriff verstehen, und darunter gibt es dann Mikroalgen und Makroalgen mit ganz vielen unterschiedlichen Arten. Die Rotalge ist da wirklich eine ganz coole.

Was ich noch wichtig finde bei diesen Phytowirkstoffen: Sie lassen sich unwahrscheinlich gut nutzen, wenn es um das Thema Healthy Aging geht. Wenn Phytowirkstoffe mit aktiven Wirkstoffen und Feuchtigkeitsspendern kombiniert werden, kommt man auf eine sanfte Art sehr nah an hochprozentige Formulierungen heran. Ein bisschen so, wie wenn du bei einer Erkältung auf Salbeitee oder Kamillentee setzt — es gibt so viele Kräuter und Pflanzen, die bei kleinen Wehwehchen im Alltag helfen. Das finde ich so schön daran.

Lukas: Okay — und wenn du jetzt über deine Pflanzen redest und wie sehr du sie liebst: Dann lass uns doch zurück zu den Algen kommen, weil heute geht es ja um Algen.

Lara: Genau. Und dann gibt es noch die Braunalge.

Lukas: Vielleicht, bevor wir zur Braunalge kommen: Was ist denn generell an Algen besonders, wenn man an Hautpflege denkt?

Lara: Super nachhaltig auf jeden Fall — das finde ich total gut. Algen brauchen nicht viele Nährstoffe, sie können sich sehr schnell und einfach verbreiten. Biologisch gesehen gehören sie zu den Protisten [Anm. d. Red.: Protisten sind eine Gruppe von Lebewesen, die weder Tiere, Pflanzen noch Pilze sind] — ihnen fehlen Wurzeln, Stängel und Blätter, auch wenn sie Photosynthese betreiben.

Was sie besonders macht: Sie sind unwahrscheinlich reich an Feuchtigkeit, können sehr viel Wasser halten — ein bisschen wie Hyaluronsäure, wobei ich das nicht gleichsetzen würde. Sie geben viel Feuchtigkeit ab, beruhigen gleichzeitig. Und dann gibt es eben diese unterschiedlichen Arten: Die Rotalge speziell für Rötungen, die Laminaria für den feuchtigkeitsspendenden Effekt. Das ist das Tolle an Algen — und auf dem Teller sind sie auch toll.

Lukas: Reich an Mineralien und Spurenelementen, ja.

Lara: Genau. Die Braunalge zum Beispiel ist reich an Jod, Calcium, Magnesium, Eisen, Kalium — und hat Spurenelemente wie Zink, Selen und Kupfer. Wirklich beeindruckend, was das für Dinger sind. Und wenn du dir überlegst, dass sie gleichzeitig so viel Feuchtigkeit spenden, haben sie auch noch einen straffenden Effekt auf die Haut. Also: Wenn du Feuchtigkeit möchtest, sind Algen super.

[00:08:26]

Lukas: Du hast es gerade schon angesprochen — Laminaria, die Braunalge. Was wolltest du dazu noch sagen?

Lara: Ein totales Multitalent für die Haut. Laminaria Digitata — als Pulver oder als Extrakt. Eine Alge kann man entweder als Flüssigkeit extrahieren oder fein mahlen. Dann ist es ein ganz feines Pulver, also mikronisiert — so fein, dass es keine Mikroverletzungen auf der Haut verursacht.

Das war mir beim Enzympeeling Stay Kind wahnsinnig wichtig. Wenn ein pudriges Produkt zu scharfkantig ist, führt das zu Mikroverletzungen — gerade auf empfindlicher Haut und einer geschwächten Hautbarriere. Und weil die meisten Peelings Feuchtigkeit nicht als ersten Schwerpunkt haben, sondern eher Glow und Abschuppen im Fokus stehen, ist es bei empfindlicher Haut und Rötungen total wichtig, dass ein Peeling keinen austrocknenden Effekt hat.

Deswegen ist die Laminaria einmal im Enzympeeling gelandet — und als richtiger Feuchtigkeitsspender auch im Reiniger. Beim Reiniger ist es ja so: Auch sanfte Tenside binden Schmutz und Fette und waschen sie ab. Das ist gut so. Aber ich finde, das reicht nicht aus. Wir haben so eine tolle Vielfalt an Wirkstoffen — da sollte man sie nutzen.

Das ist eigentlich wie bei Pilzen: Die sind biologisch gesehen auch keine Pflanzen. Wir müssen mal eine Folge zum Silberohrpilz machen.

Lukas: Ja, das können wir machen.

Lara: Der ist toll. Aber jetzt zurück — da habe ich also auch sehr viel mit der Alge in Sachen Feuchtigkeit gearbeitet. Und was ich noch wichtig finde: Ich sehe oft, dass ein Inhaltsstoff, den man toll findet — sei es Ectoin, eine Alge oder was auch immer — einfach in alles reingepackt wird. Was eine gute Formel ausmacht, ist, dass sie wirklich speziell auf das individuelle Hautproblem ausgerichtet ist. Dafür braucht es die richtigen aktiven Wirkstoffe, die richtigen beruhigenden Stoffe, die richtigen Pflanzenextrakte — in der richtigen Kombination und Dosierung. Nicht einfach einen coolen Inhaltsstoff für Marketing-Zwecke.

Lukas: Du meinst quasi, dass eine Marke dann alles mit Aloe Vera macht, oder alles mit Kamille — oder eben alles mit Alge?

Lara: Genau. Und Kamille ist sowieso nicht so mein Nerv. Man könnte jetzt denken: Wow, Alge — das will ich in allen meinen Produkten. Nein. Es ist wie auf dem bunten Teller in der Ernährung: Vielfalt ist entscheidend. Und bei Hautpflege gibt es dann nochmal Grenzen, was nicht drin sein sollte. Aber gerade bei Phytowirkstoffen die richtigen Zusammensetzungen zu nutzen — um Rötungen, barrieregeschwächte Haut, Risse, Pickelchen oder ein instabiles Gefäßsystem anzugehen — das ist super.

Laminaria spendet zum Beispiel auch Feuchtigkeit auf eine Art, dass Pickelchen, die durch feuchtigkeitsarme Haut entstehen, minimiert werden können. Denn Pickel entstehen nicht nur auf fettiger Haut, sondern auch auf feuchtigkeitsarmer Haut.

Lukas: Das ist übrigens voll oft ein Thema im Hautpflegesupport.

Lara: Ja, und ich höre das sehr häufig, wenn ich mit der Community spreche. Dazu können wir auch mal eine Folge machen.

Lukas: Das können wir auf jeden Fall notieren.

Lara: Es gab auch schon einen Wunsch danach. Da kam so: „Ah okay, Lara, jetzt habe ich meine perfekte Routine gefunden — und hätte niemals gedacht, dass Feuchtigkeit der Grund ist, dass ich gerade Pickelchen habe." Weil viele überfeuchten — nehmen zu viel Feuchtigkeit. Und ich finde: Du kannst einen sehr guten Mittelweg gehen. Du überfeuchtest die Haut nicht — durch die Algen und durch diese Zusammensetzung, dass man nicht übertreibt und nicht einen Inhaltsstoff in alles packt.

Ähnlich wie beim Niacinamid: War gerade ein Trendstoff, überall drin — nicht cool. So ist es eigentlich bei allen Sachen. Es geht immer um Balance.

Lukas: Okay, dann war das diesmal eine kürzere Folge — wenn du nichts mehr sagen wolltest.

Lara: Ist auch mal in Ordnung. Genau — ein kleiner Ausflug in die Welt der Phytowirkstoffe, die ich so sehr liebe. Ich werde auf jeden Fall noch zu anderen erzählen. Und der Silberohrpilz steht dick und fett auf meiner Liste.

Lukas: Auf jeden Fall — zusammen mit der Kakadu Plum. Die haben wir sogar schon kombiniert, soweit ich weiß.

Lara: Aha — wollen wir da nicht eine Folge zu Vitamin C machen?

Lukas: Ja, das wäre eine gute Idee.

Lara: Vitamin C — das ist ein Loch ohne Boden, gerade für empfindliche Haut. Ihr seht: Wir haben noch einige Themen vor uns. Uns gehen die Themen nicht aus.

Lukas: Absolut nicht.

Lara: Und wenn ihr Fragen habt, schreibt sie mir gerne. Ich freue mich sehr darüber zu hören, dass viele gemerkt haben: Das ganze Thema Healthy Aging — Hautalterung angehen — geht auch mit empfindlicher Haut. Und dann passt es doch total gut, wenn wir darüber reden. Weil ich weiß, dass viele sehr happy mit dem Fade Away sind — und da die Möglichkeit ist, Vitamin C sanft und pflanzenfreundlich in die Haut zu bringen, ohne zu übertreiben. Ich glaube, das war ein ganz gutes Schlusswort.

Also: Schreibt eure Fragen rein, was euch auf der Seele brennt. Wir sehen uns beim nächsten Mal.

Lukas: Danke, Lara, für deine ganzen Antworten.

Lara: Danke, Lukas, dass wir so schön quatschen konnten. Alles klar — bis dann.

Lukas: Bis dann. Macht's gut.